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Verona

Die Stadt, in der Romeo und Julia gelebt haben sollen. Die Liebesgeschichte, von italienischen Novellendichtern erdacht, von Shakespeare dramatisiert. Obwohl Julia nie gelebt hat, so führt der Weg eines jeden Verona Besuchers in die Via Cappello 23 zur "Casa di Giulietta", das Haus der Familie Capuletti aus dem 13. Jahrhundert. Im Hof unter dem berühmten Balkon steht die Statue der Julia. Man sagt, wenn man die rechte Brust der Statue anfaßt, so wird einem ewiges Liebesglück beschert. Auch mein Weg führt mich zuerst zu Julias Haus, allerdings fand ich es eher zufällig. Das Haus kann besichtigt werden und so stand ich auch auf dem Balkon - und für einen Moment war ich Julia. Es wäre zu schön gewesen, wenn dort mein Romeo aufgetaucht wäre.

In jedem Fremdführer steht, dass Romeo und Julia in der Kirche des Kapuzinerklosters geheiratet haben. Dort soll auch Julia begraben sein. In der Krypta beim Kreuzgang (der noch keine hundert Jahre alt ist) steht ein alter Steintrog. Arme Julia, du hast was besseres verdient, obwohl, der Ort ist sehr romantisch.

Verona ist eine wunderschöne Stadt und irgendwie einzigartig. Kein Haus gleicht dem anderen, weder von der Bauart her noch von der Farbe. Rom mit seinen alten Häusern und engen Gasse hat mir sehr gefallen, aber da kannte ich Verona noch nicht. Verona ist alt, vornehm, berühmt. Und gleichzeitig farbenfroh, heiter, lebhaft. Das alte Verona liegt auf einer Landzunge, die von der Etsch gebildet wird. Und und eins kann man wirklich nicht, sich in Verona verlaufen. Irgendwie kommt man immer an der Etsch aus, oder an einem der Stadttore. Drei Plätze dienen der Orientierung: Piazza Brà, Piazza Erbe, Piazza dei Signori.