Chaoskind

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Die Elemente
Der Kosmos besteht aus den Elementen Feuer, Erde, Luft und Wasser. In der Astrologie bezeichnen diese Elemente - angewendet auf den Menschen - die Grundzüge des Wesen und des Temperaments, die sich aus der unterschiedlichen Betonung bestimmter Elemente im Horoskop ersehen lassen. Wohlgemerkt, es geht hier um die Grundzüge des Wesens und Temperaments. Näheres über einen Menschen können wir erfahren, wenn wir die dem Element zugeordneten Sternzeichen näher betrachten. Natürlich auch nur grob betrachtet. Aussagekräftiger ist eine ausführliche astrologische Auswertung basierend auf den Geburtskoordinaten Datum, Uhrzeit und Ort. Hier spielen die Faktoren Häuser, Planetenstellung usw. eine Rolle. Mit anderen Worten, ein Löwe ist nicht gleich ein Löwe!!
C. G. Jung hat eine psychologische Typologie entwickelt, die den vier Elementen mit vier menschlichen Grundfunktionen entspricht und ein modernes psychologisches Verständnis dieser traditionellen Kategorien ermöglicht.

Feuerbetonte Menschen - dazu gehören die Sternzeichen Widder, Löwe und Schütze - sind spontan und impulsiv; sie setzen ihre Energien zuversichtlich ein und haben lebhafte Gefühle und Vorstellungen.

Erdbetonte Menschen - Steinbock, Stier und Jungfrau - reagieren langsam und ruhig; sie setzen ihre Energien ausdauernd ein; Gefühle und Vorstellungen sind tiefgründig und ändern sich nur langsam.

Luftbetonte Menschen - Waage, Wassermann, und Zwillinge -sind lebhaft und anregsam; sie setzen ihre Energien vielseitig ein; Gefühle und Vorstellungen sind vergeistigt.

Wasserbetonte Menschen - Krebs, Skorpion und Fische - sind gefühlsbetont und reagieren empfindsam; Gefühle und Vorstellungen sind reichhaltig und tiefgründig.

In der chinesischen Astrologie gibt es fünf Elemente: Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde. Auch in der westlichen Tradition gibt es ein fünftes Element. Wir sehen schon den Unterschied zu den Elementen. Bei uns sind es Feuer, Erde, Luft und Wasser und als fünftes Element haben wir die "Quinta Essentia". Und was bedeutet dies?

Quintessenz (quinta essentia): fünfte Essenz, fünftes Wesen, Extrakt, Wesen. Ursprünglich heißt so der Äther (s. d.), den ARISTOTELES als neues zu den vier Elementen (s. d.) hinzufügt. Da dieser Äther als das feinste der Elemente galt, so heißt später Quintessenz die feinste Substanz überhaupt, so bei PARACELSUS als Auszug, Extrakt aller Elemente. AGRIPPA nennt Quintessenz den »spiritus mundi« (De occ. philos. I, 14). Nach GOCLEN ist Quintessenz »substantia, in qua purissima et sincerissima est crasis, seu natura, vis, virtus, spiritus et proprietas rerum a corpore suo per artem extracta« (Lex. philos. p. 165).

Übersetzt schlicht und einfach: das fünfte Element kann man als die Seele oder das spirituelle Wesen eines Menschen bezeichnen. Es steht außerhalb der vier gewöhnlichen Elemente und kann aus dem Horoskop nicht ersehen werden - weshalb es auch unter Astrologen häufig übersehen wird und unerwähnt bleibt. Es weist über die Lehre von den vier Elementen und den Gültigkeitsbereich der Astrologie hinaus auf die Freiheit des Menschen und die Unergründlichkeit des Jenseitigen.

Feuerzeichen - Welt der Fantasie
Der Tierkreis beginnt mit dem Feuer, dem Geschenk, das Prometheus den Göttern stahl, um es den Menschen zu geben, damit sie hoffen, wachsen und sich entwickeln können. Und damit hat Prometheus etwas angerichtet. Wir, die Widder, Löwen und Schützen, dem Feuer zugeordnet! Und wie das Feuer bringen wir Licht in die Dunkelheit und wir lassen uns nicht in eine einzige Gestalt, Form und Größe einengen. Das Feuer nimmt unendliche viele Formen an, trotzdem ist es flüchtig und unberechenbar, so ist es auch mit den Menschen, die astrologisch dem Element Feuer angehören. Und die Eigenschaften, die man uns nachsagt, meist warmherzig, aus sich herausgehend, ichbezogen, dramatisch, glücklich. Und wir stehen über den anderen Elementen: Niemand übertrifft, den Wagemut des Widders, keiner kann es mit der Persönlichkeit und dem Durchsetzungsvermögen des Löwen aufnehmen und wer will mit der unübertroffenen Abenteuerlust des Schützen mithalten?? Was steckt wirklich hinter den Feuerzeichen? Gehen wir ans Eingemachte?

Die Feuerzeichen sind couragiert und dynamisch, sind meist guter Laune und leicht begeisterungsfähig - sie zeigen gerne Ihre Stärke. Sie sind ehrlich und offen. Sie lieben die persönliche Freiheit. Die Feuer zeichen haben eine zielgerichtete Willenskraft und sind deshalb zum Führen geeignet. Sie sind bewegend bis ungeduldig.

Und Feuerzeichen können aus einer Mücke eine Elefanten machen. Kleine Meinungsverschiedenheiten? Nein, die gibt es bei uns nicht. Bei uns sind es sofort Katastrophen, Bücher, Filme, Menschen, die sind nicht nett, nein! In unserm Wortschatz kommen Worte vor wie: brillant, großartig. Tja, wir besitzen eine überwältigende und ansteckende Begeisterung, und genauso übertrieben reagieren wir auch, wenn wir sauer sind. Und wir können uns sogar selbst begeistern, wenn wir in Hochform sind. Aber wir brauchen nicht die Aufmerksamkeit, wir brauchen den Mantel der Phantasie, Farben und Töne, Poesie, Märchen. Und nimmt man uns die Phantasie und die Vorstellung darüber, wie das Leben sein könnte, sind wie nicht mehr vollständig. Und eins sollte man uns nicht nehmen, unsere Träume. Aber eins haben wir, einen unerschütterlichen Glauben. Wir leben für die Zukunft, die Vergangenheit hat nur als Tür Bedeutung, die in ein ganzes Netz möglicher Zukunftswege führt.

Und dann wird uns oft unterstellt, wir sind verantwortungslos und gefühlsarm, nein das sind wir nicht! Wir mögen nur nicht eingesperrt werden, das können wir nicht ertragen. Viele von uns habe auch eine großartige Gabe der Ahnung, den geheimnisvollen sechsten Sinn. Aber wir nutzen in Wirklichkeit eine andere Funktion unserer Psyche, als die Sinne oder den rationalen Verstand, um die Situation zu erfassen: die Intuition. Wir haben einen unerschütterlichen Zukunftsglauben, der andere sicher zur Weißglut treibt. Auch wenn wir auf dem Tiefpunkt angekommen sind, eines Tages wird es wieder in Ordnung kommen. Es sei denn, wir haben einen Partner, der unsere Träume zerstört Dann werden wir uns nicht mehr selbst lieben können. Dann haben wir nur die Möglichkeit uns vom Partner zu trennen oder in eine Phantasiewelt zu flüchten.

Das feurige Dreigestirn auf den Wegen der Liebe.
Tja, wir Feuerzeichen und die Liebe. Wir lieben die Liebe, aber wir haben immer das Gefühl ihr nicht gerecht zu werden. Naja, eher auf dem erotischem Gebiet. Wir haben immer Angst dort zu versagen, denn irgendwie fehlt uns das Verständnis für unseren Körper. Und wenn wir uns nicht mit dem eigenen Körper anfreunden können, bleibt uns die Sexualität ein Rätsel, und oft haben wir dann das Gefühl, unser Köper macht sich selbstständig. Ja, das Feuer hat noch etwas Merkwürdiges an sich. Es ist so in der Phantasie verwurzelt, dass der Körper unzuverlässig wird und schnell dazu neigt, die Auswirkung von seelischen Störungen, Abneigungen, Furcht und Wut in Formen zu zeigen, die wir höflich mit «sexuellen Schwierigkeiten» umschreiben.

Aber wir haben nicht wirklich sexuelle Störungen. Das hängt eher an der schwachen Verbindung des Feuers mit der Erdoberfläche zusammen, und dass kann Beziehungen empfindlich stören. Dazu gehört auch, dass wir sehr stark Partner anziehen, die dem Element Erde angehören. Und die sind im wahrsten Sinne bodenhaftig und wir leben doch in der Welt der Phantasie. Darunter verstehen wir Vorfreude, Bildhaftigkeit, Erwartung, und unsere Phantasie ist so stark, dass der eigentliche Liebesakt nicht mehr so wichtig ist. Und Sex ist bei uns halt eine Sache des Geistes und des Körpers. Probleme kommen erst, wenn wir unseren Partner wählen.

Wie schon erwähnt, werden die Feuerzeichen am stärksten vom Element Erde angezogen. Und die holen uns im wahrsten Sinne auf den Boden zurück. Keine Phantasie, die Erde aber ist das nüchternste, körperlichste, sinnlichste und am wenigsten phantasievolle aller astrologischen Elemente. Und dann prallen Welten aufeinander. Wenn Feuerzeichen ihrer Phantasie beraubt werden, reagieren sie oft mit Impotenz oder Frigidität. Schuld daran ist die komplizierte Einstellung des Feuers zu den Sinnen.

Und unsere Liebesbeziehungen beginnen oft als Märchen und enden in einem Käfig. Feuerzeichen-Menschen fällt es oft sehr schwer, ihre Wünsche zu formulieren, teils, weil Phantasien sich nicht gut in Worten ausdrücken lassen, und teils, weil die anderen, nüchterneren Typen die Gewohnheit haben, Träume zu zerstören.

Immer suchen wir rastlos nach dem Seelengefährten, der instinktiv die Ängste erkennt, von denen wir getrieben werden; der uns keine Erklärungen abverlangt; der unser kleines heimisches Herdfeuer zu einer mächtigen, kreativen Feuersbrunst entfacht; der uns festhält, ohne uns gefangen zu nehmen. Dies ist nur annähernd möglich, wenn wir Feuerzeichen unseren Partner unter dem gleichen Zeichen finden. Aber, auch das ist nicht einfach, kommt immer darauf an, welche der drei Feuerzeichen sich zusammentun. Aber es ist wahnsinnig spannend, aufregend, aber halt auch nicht einfach.

Früher oder später müssen wir Feuerzeichen lernen, unsere Visionen mit ein wenig Realismus und der Anerkennung der Dinge, wie sie nun mal sind, auszubalancieren. Die Gegenwart kann ebenso interessant sein wie die Vergangenheit und die Zukunft. Tatsachen können so aufregend sein wie Möglichkeiten. Aber balancieren ist nicht dasselbe wie verändern. Wer glaubt, er könne uns das Feuer zur sanftmütigen, häuslichen Kreatur zähmen, muss damit rechnen, sich schwer zu verbrennen.

Erdzeichen - Welt der Wirklichkeit
Erdzeichen: praktisch, fähig, vernünftig, sinnlich, realistisch, gut organisiert, auf Geld, Sicherheit und Status ausgerichtet.

Von den Elementen Luft und Feuer fühlt sich die Erde bedroht. Der Wind/Luft verweht die Erde, die Bodenhaftung geht verloren. Das Feuer verbrennt die Erde und macht sie unfruchtbar. Auch das Wasser ist der Erde nicht geheuer, denn es weicht die Erde auf und schwemmt sie weg.

Zum Element Erde gehören die Zeichen: Stier, Jungfrau und Steinbock. Hier sind schon zwei Tiersymbole mit animalischem Verhalten anzutreffen und in ihrer Mitte befindet sich die brave Jungfrau. Zwei Hörnertiere, von denen man weiß, sie wollen immer mit dem Kopf durch die Wand.

Was sagt man den Erdmenschen nach? Realismus, Bodenständigkeit, geduldiger ruhiger Ehrgeiz, Durchhaltevermögen, aber auch Unnachgiebigkeit und Eigensinn. Ihr Interesse gilt dem, was gerade geschieht. Über das Wie und Warum, Wenn und Aber denken sie erst gar nicht nach. Das können ja die anderen Elemente tun, die ja eh den Erdmenschen nachsagen, sie wären schlicht und einfach. Sollen sie doch denken was sie wollen. Aber damit liegen sie total falsch! Denn man sollte den Erdmenschen nicht unterschätzen oder unterbewerten und schon gar nicht katalogisieren. Erdbetonte Menschen reagieren langsam und ruhig; sie setzen ihre Energien ausdauernd ein; Gefühle und Vorstellungen sind tiefgründig und ändern sich nur langsam. Es wird sich rausstellen, worin sich die Erdmenschen unterscheiden. Spätestens dann, wenn Stier, Jungfrau und Steinbock im Einzelnen beschrieben werden.

Ja, ja mit den Veränderungen haben alle drei ein Problem! Schnelle Entscheidungen?? Nein, die mögen sie nicht, es muss alles geplant werden und dies mit einer Geduldsruhe, und natürlich wird es zu Papier gebracht. Sie machen sich Gedanken, wie man Ordnung und Sicherheit in einem chaotischen Kosmos schafft, wie man seine Fähigkeiten einsetzt, für sich ein produktives und nützliches Leben aufzubauen. Natürlich wissen sie auch, dass das Geld nicht auf der Strasse liegt, sondern dass man zuerst arbeiten muss. Die Erdmenschen, wissen, wer ernten will, muss säen. Darum sind sie in jenen Gebieten erfolgreich, in denen es um Disziplin, harte Arbeit, Anpassung, Fleiß, Geduld und Sorgfalt geht. Das Feuer ist viel zu flatterhaft, um sich solchen Geduldsproben zu stellen.

Die Erde weiß, dass jeder Geburt eine Schwangerschaft vorausgehen muss. Daher gehen sie davon aus, sich nicht unter Wert zu verkaufen. Sie erwarten einen gerechten Lohn für ihre Arbeit und sind enttäuscht, wenn sie ihn nicht erhalten. Sie sind gute Rechner, ideale Sparer. Aber Glückspiele, oder gar an der Börse spekulieren, doch nicht die Erdmenschen!

Sie haben die Augen fest auf den Boden richtet, ihnen entgeht einem kein Hindernis auf dem Weg. Allerdings sieht man auch so nie etwas vom Himmel. Und es ist naheliegend, dass man ein Bild des Universums bekommt, das nur Stückwerk ist und sich auf die ewige monotone Wiederholung täglichen Kleinkrams beschränkt. Ja, und darin sind einige erdbetonte Menschen perfekt.

Allerdings sollte man es nicht verallgemeinern und allen drei Erdzeichen in eine Schublade stecken, das wäre falsch.

Was gibt es noch über die Erdmenschen zu sagen?
Die große Gefahr für die Erdmenschen ist es, die ungezügelteren, großartigeren, phantastischeren Traumbilder und Neigungen ihrer Natur zu unterschätzen oder zu unterdrücken und dadurch der Engstirnigkeit, Herrschsucht, Übervereinfachung und einem zwanghaften Herumkommandieren zu verfallen. Wo die Einzelheiten des Alltagslebens die Traumbilder der Feuerzeichen bedrohen, bedroht eine zu starke Einbildungskraft die Sicherheit der Erdzeichen. Das Feuer fürchtet die Ordnung; die Erde fürchtet die Unordnung.

Eine wunderbare Ergänzung! Und wenn diese beiden Zeichen eine Verbindung eingehen? Doch dazu später mehr. Erdzeichen und die Liebe.

Erdmenschen leben oft in einem nie endenden Dämmerlicht von Arbeit und Routine, sie häufen im Laufe der Jahre Besitztümer um sich an, aber es gelingt ihnen nicht, die innere Leere auszufüllen. Vielleicht liegt es daran, dass Erdmenschen das Stadium der Kindheit vergessen, haben, das aber nicht verloren geht, nur weil der Körper erwachsen wird. Sie wissen nicht mehr, wie man spielt. Tief in ihrem Innern steckt die Sehnsucht nach einem Sinn, nach dem Gefühl Teil eines größeren Lebens zu sein Und so hört man aus ihrem tiefsten Innern ein Klagen. Die viele Arbeit mach es ihnen schwer schöpferisch zu leben. Heimlich lebt in uns allen ein Kind, das voller Verwunderung und Naivität und Hoffnung ist, dass das Leben uns Überraschungen, Freuden und unerwartete Gaben bringen wird.

Wenn das Feuer das ewige Kind ist, ist die Erde der ewige alte Mann oder die ewige alte Frau. Erd-zeichen wirken oft alt, wenn sie jung sind, weil sie soviel Verantwortungsbewusstsein haben, und gerade diese Gabe, die ihnen erlaubt, nüchtern das zu betrachten, was sie im Leben erreichen müssen, ist auch ihr größter Feind. Der Erdmensch fürchtet sich vor Veränderungen, er möchte, dass alles so bleibt, wir er es kennt.

Während die Erdmenschen mit Leichtigkeit mit den Gegebenheiten der materiellen Welt fertig werden, droht ihnen immer die Gefahr, die innere Bedeutung des eigenen Lebens zu übersehen. Wegen ihrer Angst vor dem Chaos und dem Unbekannten oder Veränderlichen werden die Erdzeichen oft von irrationalen Ängsten und vagen Vorahnungen heimgesucht. Das tritt dann häufig in der Verkleidung des Aberglaubens auf, was sie peinlich berührt, weil sie doch die ersten sind, die nach Tatsachen verlangen und scheinbar nicht hinters Licht geführt werden können. Aber es gibt kein spirituell leichtgläubigeres Element als die Erde, obwohl man seinen Erdzeichen-Freund wahrscheinlich erst unter Alkohol setzen ruß, ehe er zugibt, dass er dauernd auf Holz klopft, nie unter Leitern durchgeht und Angst davor hat, Salz zu verschütten. Erdzeichen sind von Geistern, Übersinnlichem und anderen parapsychologischen Er-scheinungen fasziniert. Der Erdzeichen-Mensch jedoch betrachtet diese Phänomene selten als natürlichen Bestandteil des Universums, der vielleicht nur noch nicht richtig verstanden wird. Er «glaubt» an das «Übernatürliche» nur ganz heimlich, ohne dessen Bedeutungen zu begreifen.

Vielleicht sucht der erdbetonte Mensch gerade deshalb die Beziehung mit einem Feuermenschen? Denn das Feuerzeichen glaubt nicht nur an das Übernatürliche, es lebt es auch, weil es dessen Bedeutung begreift.

Dann lassen wir uns mal überraschen, wie die Erdzeichen die Liebe erleben. Bodenständig, real, vernünftig, na gut, vielleicht auch sinnlich. Und wenn sie in der Liebe auch vorher erst alles planen muss? Na, das kann ja heiter werden.

Und wenn ich bedenke, Feuermenschen ziehen Erdmenschen unweigerlich an (eigene Erfahrung „Jungfrau“), da muss ich sorgfältig damit umgehen:

Die Erdmenschen und die Liebe
Ich hatte bereits erwähnt, die Erde wird vom Feuer angezogen und das Feuer von der Erde. Menschen, die dem Element Feuer angehören, haben oft die geheime Sehnsucht nach der Sicherheit, Stabilität und Normalität, die bei den Erdzeichen vorzufinden ist. Allerdings würde der Feuermensch dies vor anderen nie zugeben, sondern diese Eigenschaften der Erdmenschen als langweilig und erstickend bezeichnen. Erdmenschen würden nie zugeben, dass sie eine ausgesprochene Sehnsucht nach Geistigen haben, was für den Feuermenschen normal ist und zum Leben gehört. Somit wäre ein doch eine wunderbare Ergänzung, tun sich diese beide Elemente partnerschaftlich zusammen. Wenn es so einfach wäre ...

Der Erdmensch wird mit allen ihm gegebenen Eigenschaften um den Feuermenschen werben, denn er erwartet, dass das Feuer ihn in die Geheimnisse des Kosmos einführt. Aber genau hier werden sie auf Unverständnis beim Feuerpartner stoßen. Feuerpartner, die vielleicht geistig oder auch unbewusst mit inneren Mysterien in Verbindung stehen, können es an den Partner nicht weitergeben. Diese Art des Sehens lässt sich nicht einfach so erklären und die Erfahrungen bleiben halt nur auf die Person beschränkt.

Und hier erklärt sich, warum eine Verbindung zwischen Erde und Feuer nicht so einfach ist. Der Erdmensch möchte die dunkle und flüchtige Symbolsprache des Feuers verstehen. Er kann einfach nichts akzeptieren, das nicht durch die Zeugenaussage seiner Sinne bestätigt ist. Und so rennt der Erdmensch wie ein an einer Leine angebundener Hund im Kreis. Er rennt und rennt im Kreis rum, aber er kommt nicht weiter! Die Länge seiner Leine, die hier für seine Beharrlichkeit steht, erlaubt es ihm nicht zu erkennen, dass die Sinne das einzige Mittel sind, die Wirklichkeit zu erfassen.

Die Erdmenschen können hervorragende Aufbauer, Versorger, Hausväter oder Hausmütter sein und gewissenhaft für die sorgen, die sie lieben. Ihre Hauptsünde ist niemals der Mangel an Fürsorge oder Mühe, sondern der an Vorstellungskraft. Dadurch unterdrücken und zerstören sie durch zu starke Betonung des Praktischen oft ihre eigene erwachende Kreativität - und leider auch die anderer. Ja, das geht soweit, dass sie nur das schätzen, was sie erkennen und durch ihre Sinne wahrnehmen. Und es ist so etwas von unsinnig das letzte Geld für ein paar schöne Blumen auszugeben. Warum die Seele an Blumen erfreuen, die ihr gut tun, wenn es doch vernünftiger ist, etwas für das leibliche Wohl zu tun. Klar, eine Tütensuppe erfreut doch mehr als ein paar duftende Blumen, die die Seele erfreuen.

Und so wird der Erdmensch immer dafür sorgen, dass andere genau das von ihm bekommen, was auch er braucht. Er geht einfach davon aus! Für ihn wird eine Welt zusammenbrechen, wenn der Partner sagt, danke für die Tüten, aber ich hätte mich mehr über eine einzelne Blume gefreut. Das ist für ihn wie ein Schlag ins Gesicht.

Für den Erdmensch muss auch auf sexuellem Gebiet alles stimmen, dazu gehört, sein Verlangen nach materieller Sicherheit muss befriedigt sein, dann ist er im Grunde solide treu und unerschütterlich. Unter rein sexuellen Schwierigkeiten leiden die Erdzeichen selten. Wohl aber können sie beim Ausleben erotischer Phantasien gehemmt sein; sie erweisen sich als ziemlich prüde, wenn es um etwas exotischere Liebesspiele geht. Sie halten viel von den Sinnen und wenig von der Phantasie.

In einer Partnerschaft treibt Der Erdmensch die anderen Elemente deswegen zur Verzweiflung, ganz besonders das Feuer. Aber das bekommt die Erde nicht mit, sie fühlt sich immer sicher, allerdings sperrt sie mit ihrem Verhalten die anderen Elemente regelrecht ein.

Was aber nicht heißen soll, dass der Erdmensch immer zuhause essen muss, er schätzt auch gute Mahlzeiten außer Haus. Allerdings wird er deswegen nie eine langjährige Beziehung oder Ehe auf Spiel setzen, wenn diese sein Bedürfnis nach Sicherheit und gesellschaftlicher Anerkennung erfüllt wird. Für den Erdmensch bedeutet gesellschaftliche Anerkennung sehr viel, die Gesellschaft bietet ihm Sicherheit, sie schützt und erhält, sie bewahrt Traditionen und bietet Regeln, nach denen das Verhalten und das Leben in ein System gebracht werden können. Die wunderbare Ordnung, die der Erdmensch liebt.

Und wenn nun der Partner des Erdmenschen ein Feuerelement ist, so sind Unstimmungen vorprogrammiert. Das mag keine Ordnung. Kurz gesagt, der Erdmensch ist dem Feuermensch einfach zu langweilig, konservativ. In einer existierenden Ehe, die für Erdmensch gleichzeitig Partnerschaft bedeutet, sind Pflicht, Treue, Verantwortung, Zusammengehörigkeit und Sicherheit seht wichtig, für wilden romantischen Schnickschnack hat er nicht viel übrig.

So kann es ihm passieren, dass er deswegen einen Partner verliert, der nach chaotisch-feuriger und geistiger und seelischer Leidenschaft sucht. Gerade Feuermenschen lösen deswegen eine Verbindung mit dem Erdmensch, der es nicht verstehen kann. Außer, der Feuerpartner hätte zu viele Affären, dann zieht sich der Erdmensch beleidigt und verwundet zurück. Dann kann er auch sehr rachsüchtig werden.

Ich hoffe, die Erdmenschen sind mir jetzt nicht böse. Aber Erdmenschen und Feuermenschen ziehen sich unweigerlich an und gerade diese beiden Zeichen haben beziehungsmäßig die größten Schwierigkeiten miteinander. Sie sind einfach zu gegensätzlich, als dass es auf Dauer funktionieren könnte.

Luftzeichen - Welt der Vernunft
Und nun hier ist ein sehr interessantes Element, denn im Gegensatz zu den anderen Elementen ist die Luft nicht greifbar. Sie ist flüchtig, bewegt, durchsichtig, während das Wasser ertränken oder erfrischen kann, das Feuer verbrennen oder wärmen und die Erde begraben oder Früchte tragen kann, so ist die Luft einfach abstrakt. Sie ist nicht sichtbar, nicht greifbar.

Zum Element Luft gehören die Zeichen Zwillinge, Waage und Wassermann. Das erstaunliche, keine Tiersymbole, kein animalisches Verhalten. Dafür können sie denken. Und worüber sie nachdenken: über Moral, Werte, richtiges und falsches Verhalten, soziale Regeln. Es lässt sich jetzt beliebig fortsetzen. Und die Luftzeichen sind sehr vernünftig! Hysterie!? Fremdwort! Die Luftzeichen lassen schaffen es, obwohl stinksauer, dem Anderen Vernunft einzureden. Anstand und Ehrlichkeit mögen sie stets, sie sind sehr gebildet oder bilden sich, sind nicht engstirnig, aber schon mal kleinkariert, trotzdem ist ihr Geist immer für neue Ideen geöffnet.

Der Luftmensch wird jede Situation sorgfältig prüfen und sich einfach in sie hineinfühlen. Er ist logisch und braucht Erklärungen und Namen für die Dinge, die in seinem Gesichtskreis auftauchen. Sie brauchen nicht greifbar, müssen aber erklärbar sein. Manchmal ist er so logisch, dass er einen zum Wahnsinn treibt, wenn er Erklärungen für Gefühle, Zustände, Stimmungen oder nicht rationale Intuitionen verlangt, die sich noch nach Millionen Jahren dem sorgfältigen Sezieren durch seinen analytischen Verstand entziehen werden. Er kann es soweit treiben, dass man das Gefühl bekommt, sich mit einer Kreuzung zwischen einem Computer und einem Eisschrank eingelassen zu haben.

Selbstverständlich bringen solche ausgesuchten Tugenden ebenso ausgesuchte Probleme mit sich, und das größte Problem der Luftzeichen ist ihre scheinbare Kälte, wenn es um normale menschliche Beziehungen geht. Luftzeichen-Menschen können den Eindruck machen, überaus kalt zu sein. Keineswegs jedoch beim gesellschaftlichen Umgang. Kein anderes Element kann sich mit solcher Eleganz in einer Gruppe bewegen, ob es um Geplauder, um ein weites Feld interessanter Themen, um objektive und intelligente Gespräche, anregende Konversation oder die Duldsamkeit gegenüber den Standpunkten anderer geht. Aber die arktische Brise umweht einen manchmal, wenn man mit einem Luftzeichen-Menschen allein ist und darüber sprechen möchte, wie man sich fühlt, und er dann lange darüber nachdenkt, wie er sich fühlt, und des weiteren nachdenkt, wie der andere sich fühlt, und dann darüber, wie er denkt, dass er sich fühlt, und bis er das dann alles zu seiner Zufriedenheit überlegt, sortiert, benannt, analysiert, bewertet und den Raster darüber gelegt hat, der ihm die genaueste Differenzierung seiner Lebensideale liefert, ist- wie es so schön heißt- der Augenblick vorbei.

Eine gute Methode, Luftzeichen zu verstehen, ist die, zu beobachten, wie sie sich bemühen, Dinge zu erfassen. Sie fragen ständig «Warum?», ganz im Gegensatz zu anderen Zeichen, die entweder mit einem schlichten «Mir gefällt es» oder «Ich finde es grässlich» reagieren und kühne Spekulationen über die Natur des Menschen und den Kosmos den Philosophen überlassen. Aber Luftzeichen sind, auch wenn sie keine gute Schulbildung haben, von Natur aus Philosophen.

Andererseits haben die Luftzeichen auch die Egozentrik, Abhängigkeit, das launische Wesen und die Überempfindlichkeit eines Kindes. Doch statt der typischen Wutanfälle von Kindern, die sich vernachlässigt fühlen, kommt es bei den Luftmenschen zu Eingeschnapptsein oder einer kühlen Atmosphäre. Das heißt: Du hast mich zurückgewiesen. Jetzt werde ich dich zurückweisen. Diese Art von Verdrossenheit und unbewußter Verstimmung ist schwer zu ertragen, wenn man sie sich nicht erklären kann.

Das Luftzeichen und die Liebe
Auch in Liebendingen unterscheidet sich das Luftzeichen von den übrigen animalisch denkenden Elementen. Es wäre ja auch ein Wunder, wenn es dort einfach zugehen würde, nein das Luftzeichen ist hier ein wenig schwierig. Es sei denn, es besitzt die telepathische Begabung Gefühle zu erkennen. Das macht es für sie wesentlich einfacher, denn auch hier benehmen sich die Luftmenschen im Gegensatz zu den anderen Elementen wie Kinder. Einmal ihr Herz verschenkt, dann ist es für immer. Das kuriose an der Sache, sie können ihr Herz verschenken ohne es zu wissen. Sie können eine bestehende Bindung lösen, oder der Partner löst sie und nach Jahrzehnten stellen sie fest, an wen sie ihr Herz verschenkt haben und dann ist es zu spät. Wie heißt es so schön, jede Medallie hat zwei Seiten und jedes Element hat eine geheime Unterseite. Nach außen hin ist der Luftmensch sehr frostig, aber wehe, wenn die obere Schicht gesprengt wird. Das ewige Analysieren und rationale Einordnung ist kein Thema mehr. Und wenn man das geschafft hat, dann stellt man fest, dass dieser luftige Verstand zu ganz starken und tiefen Gefühlen fähig ist, und gerade dies macht ihnen wiederum Angst. Und dann werden sie rein emotional wie die Kinder, die Gefühle der Kinder sind naiv, intensiv und nicht unbedingt flexibel. Allerdings erwecken sie wegen ihres eleganten, gesellschaftlichen Charmes und der Ungezwungenheit mit denen sie flirten, plaudern und kluge Sprüche geben, den Eindruck, Bindungen sind ganz einfach und leicht. Aber das stimmt nicht, denn in dem erwachsenen Körper stecken die Verwundbarkeit, Empfindlichkeit und sie Sehnsüchte eines kindlichen Gefühlslebens. Teilweise wissen sie überhaupt nicht, wie tief ihre Gefühle sind.

Allerdings können sie damit den Partner zur Verzweiflung treiben, in engen Beziehungen fehlt ihnen die Wärme. Der Partner hat dann das Gefühl, er wird wie alle anderen Menschen im Umfeld behandelt, fair, mit höflichem Interesse, aber distanziert. Und wenn der Partner in der Lage ist, den Luftmenschen gerade in dieser Beziehung zu verstehen und es schafft, dass der Luftmensch sich öffnet (vorausgesetzt man lähmt ihn nicht, wenn man ihn mit heiß entflammter Liebe konfrontiert), dann wird dieser Partner mit der ganzen Tiefe und Zartheit, einer naiven und starken Liebe des Luftmenschen belohnt. Und dann kommt der unheilbare Romantiker zu Vorschein, den das Luftzeichen hinter einem kühlen Verstand versteckt, der allerdings unfähig ist, aus Diplomatie und Berechnung Gefühle einzusetzen. Aber genau das macht ihn zu einem liebenswerten, wenn auch manchmal unverständlichen luftigen Menschen. Alle Tiere, die in den Elementen Feuer, Wasser und Erde vertreten sind, können wir einfangen, aber nicht die Luft. Oder anders gesagt, du fängst den Wind niemals ein, der Wind will nicht gefangen sein.

Wasserzeichen - Welt der Gefühle
Kommen wir nun zum rätselvollsten Element. Dem Element, das die Welt der Träume, des Gemüts, der Triebe und der Psyche symbolisiert. Das Element Wasser! Im Gegensatz zur Luft – dort gibt es keine tierischen Wesen – findet man beim Wasser keine menschlichen Wesen vor. Und was für Tiere!!!! Drei kleine Kaltblüter, auf der Leiter der Evolution weit unten stehend, na das kann ja heiter werden.

Zum Element Wasser gehören: Krebs, Skorpion und Fische. Drei Tiere, die zwar auf der Erde leben, aber an Orten, an denen kein Mensch leben kann. Weder in der Tiefe des Ozeans, noch an den unfruchtbaren Küsten oder in der Wüste ist ein menschliches Leben möglich. Was ist denn nun so Besonderes an den Wasserzeichen-Menschen? Sie sind Gemütsmenschen!

Besondere Eigenschaften? Introvertiert, nachdenklich, beschaulich, melancholisch (pssst auch launisch) na ja und manchmal auch phlegmatisch und stets ihren Gemütsschwankung ausgeliefert. Das Wasser hat nun mal Wellengang. Dafür haben sie halt eine rege Phantasie, tief greifende Ideen und ein ausgeprägte Intuition, allerdings mangelt es ihnen ab und zu an Nüchternheit. Sie sind instinktsicher, vertraut mit dem, was nicht rationell, was unerklärlich und manchmal magisch ist. Wasserzeichen lassen sich von Gefühlen leiten, und was man fühlen kann, ist wirklich.Wasserzeichen sprechen mit anderen nicht gerne über sich selbst. Sie hören lieber in schwierigen Situationen auf ihre eigenen Instinkte. Sie können anschließend gar nicht erklären, warum sie gerade so gehandelt haben. Man sollte sie nicht bedrängen, denn dann werden sie mürrisch oder sie werden stumm. Es kann aber auch vorkommen, dass sie mit unausgegorenen und absurden rationalen Deutungen ankommen. Tja, die Sprache des Herzens ist halt nicht übersetzbar.

Gefühle sind das Wichtigste für den Wassermenschen und das Objekt seiner Gefühle sind meistens Menschen. Denn kein Element fürchtet so stark die Einsamkeit und Isolation wie das Wasser. Wassermenschen brauchen den ständigen Kontakt mit anderen Menschen, und ein Wassermensch, der sich in sich verkriecht und zurückzieht ist ein trauriger Mensch. Sie brauchen den Austausch von Gefühlen und die Sicherheit und die Liebe enger Bindungen.

Wie schon erwähnt, haben Wassermenschen eine großartige Phantasie, sind sehr empfindsam, wahr-nehmungsfähig und tiefschürfend. Und sie haben die Angewohnheit sich urplötzlich zu verändern und obwohl sie es ständig tun gibt es kein Element, das sie damit so verstören wie gerade das Luftzeichen. Ja, Gefühle wandeln und ändern sich und das täglich, mal lustig, dann wieder traurig. Man könnte auch sagen, sie wären launisch. Sie halt sind wie das Wasser und das wandelt sich auch, je nach der Form auf die es trifft. Es gibt kein schwarz, kein weiß. Alle Menschen sind vielschichtig und müssen so genommen werden wie sie sind und nicht wie sie sein sollten, sagen die Wassermenschen. Sie reagieren auch sehr spontan auf andere Menschen, manchmal ohne es zu wissen. Zuneigungen und Abneigungen, sie reagieren halt so, warum das so ist, wissen sie meist selbst nicht. Ihren Gefühlen wohnt auch eine Logik inne, aber um dies nachvollziehen zu können, muss man halt selbst ein Wassermensch sein. Gefühle kommen aus dem „Bauch“, nur ihnen ist es nicht bewusst, auch ihre Urteilsfähigkeit. Blöd ist nur, sie haben meist mit ihren Urteilen recht, was halt die anderen ärgert.

Wassermenschen habe die Gabe, die Gefühlslage eines Menschen oder eine Situation zu „riechen“. Sie sind meist mit der dunkleren Seite der menschlichen Natur sehr gut bekannt. Weil sie aus Natur mitfühlend sind, offenbaren sich ihnen die Menschen und sie erfahren viele Geheimnisse. Sie nehmen auch schnell alle Untertöne wahr im Gefühlsleben anderer Menschen wahr, weil sie die merkwürdige Gabe haben, zu fühlen, was ein anderer fühlt und sich leicht in seine Gefühlssituation versetzen kann. Die sanfte zarte Art der Wassermenschen wird nie bedrängend oder aggressiv, sie zeigt Einfühlungsvermögen und Verständnis, sie öffnen Herzen. Stößt er auf ein Wesen, dem es schlecht geht, wird er sofort reagieren. Was aber auch bedeutet, der Wassermensch braucht den direkten, persönlichen Kontakt, sonst ist es für ihn uninteressant.

Jetzt war so viel Positives über den Wassermensch zu berichten. Also, muss es doch jede Menge Laster haben. Ne, die gibt es nicht, nur ein Einziges. Vernunft!! Logisch denken entfällt beim Wassermenschen, das heißt aber nicht, dass er dumm ist. Es gibt Mathematiker, die keinerlei Menschenkenntnis haben und es gibt brillante Menschenkenner, die einfach nicht addieren können. Wassermenschen haben die Intelligenz des Herzens, aber ihnen fehlt die Objektivität, die ihnen den Blick über den Gartenzaun nicht unbedingt zulässt. Und so kommt es vor, das sie oft unvernünftig werden, und auch oft auch unfair. Sie setzen dann ihre eigenen Maßstäbe, die für andere nicht gelten. Leider können Wassermenschen nicht argumentieren und so kommt man halt nicht gegen sie an. Sie nutzen alle Mittel und Zwecke, und so ist das Wasser ist fähig, die Wahrheit zu beugen, denn Wahrheit ist etwas Abstraktes. Wahrheiten gibt es für sie viele, es kommt drauf an, von welcher Seite die Sache betrachtet wird.

Wasserzeichen und die Liebe
Kommen wir zur Liebe. Wenn man jetzt glaubt, das wäre eine der leichtesten Übungen für das Wasser, dann täuscht man sich gewaltig. Hat der Wassermensch sein Herz verschenkt, dann wird der geliebte Mensch das Wichtigste in seinem Leben. Und das kann für den geliebten Menschen sehr erdrückend werden, denn er steht ständig unter Beobachtung des Wassers. Die Folge, die übertriebene Anhänglichkeit kann zum Problem werden. Das kann sogar so weit gehen, dass sie für den geliebten Menschen buchstäblich ihr Leben opfern würden. Die Luft bringt Opfer für Ideale; das Wasser für geliebte Menschen. Damit laden sie Anderen oft schwere Verpflichtungen auf, denn derjenige wird mit Schuldgefühlen reagieren.Niemand mag sich schuldig fühlen und so wird dem Wasser es mit Abneigung zurückgezahlt.

Ganz wichtig ist es, dass der Wassermensch einesteils lernt die Zügel gelegentlich fallen zu lassen, und andererseits lernt, zu nehmen. Wer immer nur gibt, kann dem Partner nie die Möglichkeit geben, aus der Rolle des Nehmenden zu kommen. Der Partner möchte auch geben wollen. Es sollte ein stetes Geben und Nehmen in einer Partnerschaft geben. Bleibt des nur beim Geben, wird das Wasser irgendwann erkennen, das es aus reinem Egoismus handelt und nach einiger Zeit wird es sich selbst dafür hassen.
Der Wassermensch hat die Tendenz, im Partner Schuldkomplexe zu wecken, weil er so viele Gefühle investiert. Der Partner kann diese Schuldgefühle auf Dauer einfach nicht mehr ertragen und wird entsprechend reagieren. Die Folge, der Wassermensch fühlt sich dann von seinem kalten, gefühlslosen Partner verletzt, weil dieser die Schuldgefühle nicht mehr ertragen kann. Aber nicht nur beim Partner reagiert der Wassermensch so, er verhält sich allen Menschen gegenüber so, allen Menschen, die er liebt. Auch seine geliebten und stets umsorgten Kinder werden irgendwann die Schuldgefühle nicht mehr ertragen. Das Wasser ist immer da, wenn es gebraucht wird und wenn man ausnahmsweise seine Hilfe nicht möchte, weil man es alleine machen möchte, dann fühlt sich das Wasser zurückgewiesen. Dementsprechend fällt auch die Reaktion des Wassers aus und schon kommen beim Anderen Schuldgefühle auf. Der Wassermensch beherrscht meisterhaft die Kunst der emotionalen Erpressung.

Das Wasser lebt davon immer und allzeit gebraucht zu werden. Was ist, wenn es nicht gebraucht wird? Ihm wird das Wichtigste genommen, sein Herzblut. Eine sehr schwierige und auch widersinnige Situation. Welche Möglichkeiten gibt es?
Eine Möglichkeit, das Wasser beendet die Beziehung zum Partner und sucht sofort nach dem nächsten Partner. Was kommt bei rum? Der Wasser muss traurig entdecken, es ist alles so geblieben wir zuvor auch, einzige Ausnahme, der Partner hat sich „nur“ äußerlich verändert.

Ein Elemente-Paar haben wir bereits kennen gelernt. Feuer und Erde, sie ziehen sich an, aber sie sind zu unterschiedlich, dass sie auf Dauer beziehungsmäßig miteinander zurechtkommen könnten. Die Erde ist fasziniert vom Feuer, denn das Feuer ist kreativ und spirituell, auf seine eigene und individuelle Art.

Und hier ist das zweite Paar. Wie sollte es auch anders sein. Wasser und Luft. Das Wasser wird von der Luft fasziniert, angezogen, aber auch irritiert. Das Wasser bewundert die Unabhängigkeit der Luft, ihre Kühle, Weltgewandtheit, Distanz und ihr Abstandhalten. Aber das Wasser wäre nicht das Wasser, würde es diese Eigenschaften so nehmen wie sie sind. Nein, der Wassermensch (nicht alle!!) verfallen ganz schnell dem Irrtum, dass der kühle, unabhängige Luftpartner insgeheim ein gefühlsseliges Kind ist, das nur sehr viel Liebe braucht. Vielleicht ist es auch so. Aber auch der Luft geht es auf den Keks, ständig vom Wasserpartner bemuttert zu werden

Eins sollten wir aber nicht vergessen, ohne das Wasser gäbe es keine menschliche Beziehung, keine Zuneigung, keine Liebe. Zuviel davon aber lässt einen ertrinken. Ein wenig «Ertränktwerden» könnten wir in unserer gefühlsarmen Zeit sicher ganz gut gebrauchen. Und wenn das Wasser das „ein wenig Ertränktwerden“ beherzigt, dann steht einer guten Partnerschaft nichts mehr im Wege, denn gemeinsame Träume, warmherzige Gefühle und liebevolle Zuwendung machen das Wesen für das Wasser in einer Beziehung aus. Selbst Sex ist für den Wassermenschen Ausdruck einer gefühlsmäßigen Übereinstimmung, niemals nur Selbstzweck.